…so diesen König bei sich hat – so wird auch dieses Jahr zur Weihnachtszeit wieder landauf, landab gesungen. Doch nehmen wir, was wir singen noch ernst – ja nur bewusst wahr? Welche Stadt, welches Land kann sich denn heute noch rühmen, diesen König bei sich zu haben?
Ein Land etwa, bei dem in Nachahmung des bethlehemitischen Kindermordes des Königs Herodes jährlich 100.000 Kinder auf Steuerzahlerkosten noch im Mutterleib getötet werden? Ein Land, das die Heiligkeit der Ehe mit Füßen tritt wie Herodias und ihr Schwager? Ein Land, bei dem auf und vor Behörden immer wieder Flaggen einer ehe- und familienfeindlichen politischen Bewegung wehen?

O wohl dem Land...
Bereits vor 100 Jahren schrieb Papst Pius XI. in der Enzyklika Quas primas, dass der wahre Friede ein spiritueller Friede sei, der zur Voraussetzung die Anerkennung Jesu Christi als König nicht allein in unseren Herzen und Familien, sondern auch in Gesellschaft und Staat habe. Heute sehen wir, wohin wir blicken, die Bestätigung dieser Lehre. Zuletzt war es Papst Franziskus, der mit seiner Enzyklika Dilexit nos – wie Miserentissimus Redemptor von Pius XI. der Herz-Jesu-Verehrung gewidmet – den Aufbau des Reiches des Herzens Christi (vgl. Dilexit nos Nr. 182.) – also das soziale Königtum Christi – forderte. Eine neue Zeit bricht an. In diesem Sinne:
Macht hoch die Tür, das Tor macht weit!