Mission Statement

In der Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ hat das 2. Vatikanische Konzil es als Pflicht der Kirche bezeichnet, „nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten.“ (GS 4) Eines der Zeichen unserer Zeit ist zweifellos das in den letzten Jahren und schon Jahrzehnten erwachte und immer stärker gewordene ökologische Bewusstsein, das aber nicht zu erklären noch zu verstehen ist, ohne Bezug zu der ökologischen Krise unserer Tage und deren menschlichen Wurzel (vgl. LS 101ff).

Aufgrund dieser menschlichen Wurzel der ökologischen Krise ist zudem daran zu erinnern, dass die Verhaltensmuster, nach denen der Mensch die Umwelt behandelt, die Verhaltensmuster beeinflussen, nach denen er sich selbst behandelt, und umgekehrt (vgl. CiV 51). Der – im engeren Sinne – ökologischen Krise entspricht also eine humane Krise. Dem Schmelzen der Gletscher, dem Sterben der Arten infolge des menschengemachten Klimawandels entspricht ein menschengemachtes Sterben von Ungeborenen, Alten und Kranken im Namen von „reproduktiver Gesundheit“ und „Selbstbestimmung“. Wie es für die ökologische Krise noch viele weitere Beispiele gäbe, so zweifellos auch für die humane.

Papst Franziskus sah sich in seinem denkwürdigen Lehrschreiben „Laudato si“ durch den engen Zusammenhang von ökologischer und humaner Krise dazu veranlasst, eine „ganzheitliche Ökologie“ anzuregen, „welche die menschliche und soziale Dimension klar miteinbezieht“ (LS 137).

In der Überzeugung, dass die von Papst Franziskus dargelegte „ganzheitliche Ökologie“ tatsächlich die dringend benötigte Antwort auf die vielfältigen Krisenphänomene unserer Zeit und, mehr noch, auf die ihr zugrundeliegende Wurzel ist, stellen wir uns in den Dienst dieses Konzepts. Dies wollen wir tun, indem wir hinarbeiten auf die Schaffung eines „Instituts für ganzheitliche Ökologie“ (IgÖ), das zur ganzheitlichen Ökologie forscht, publiziert, Veranstaltungen organisiert und Netzwerk- und Lobbyarbeit betreibt, um für dieses Konzept zu werben, es im gesellschaftlichen und politischen Diskurs zu etablieren und entsprechende Reformen auf persönlicher, zivilgesellschaftlicher und politischer Ebene vorzubereiten und anzustoßen.

Wir sind katholische Laien, die auf diese Weise unsere Aufgabe erfüllen wollen, „alle zeitlichen Dinge, mit denen sie [d.h. wir] eng verbunden sind, so zu durchleuchten und zu ordnen, dass sie immer Christus entsprechend geschehen und sich entwickeln und zum Lob des Schöpfers und Erlösers gereichen.“ (LG 31) Vor diesem Hintergrund begreifen wir das zu schaffende IgÖ jedoch explizit als interreligiöse und überparteiliche Einrichtung, für welche wir alle Menschen guten Willens zur Zusammenarbeit aufrufen.

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