Das Fest Heilige 3 Könige – offiziell Ercheinung des Herrn – konfrontiert uns mit zwei sehr unterschiedlichen Weisen, wie die Mächtigen der Welt sich zu der Person Jesu Christi verhalten können.

Auf der einen Seite haben wir König Herodes – Staats- und Regierungschef des Staates Judäa. Ganz in der Immanenz seines eigenen Machtbereiches verharrend hat er keinen Sinn für den Anspruch, den das kleine Kind in der Krippe an ihn stellt. Ihn interessiert nur seine Macht und seine Sicherheit. Das Kind in der Krippe ist ihm da ein Hindernis. Ja mehr noch, eine Bedrohung. Er fürchtet es. Er hasst es. Er verfolgt es und um auf Nummer sicher zu gehen lässt er viele Unschuldige töten.

Heilige 3 Könige

Auf der andere Seite: die heiligen 3 Könige. Ja, die Heilige Schrift spricht nicht von Königen, sondern von Weisen. Die Volksfrömmigkeit besitzt jedoch ihre eigene Weisheit, wie Papst Franziskus in Dilexit nos Nr. 63 lehrt.

Die heiligen 3 Könige verhalten sich so ganz anders als der unheilige König Herodes. Sie machen dem Kind in der Krippe ihre Aufwartung. Sie bringen dem Kind in der Krippe Geschenke. Sie huldigen ihm schließlich als dem König der Könige, dem Allherrscher, und beten es an.

Heilige 3 Könige: ein nachzuahmendes Vorbild für die Mächten und uns alle

Der tropologische Sinn der Ereignisse:

Wie damals Herodes und die heiligen 3 Könige stehen auch die Mächtigen heute und die Mächtigen aller Zeiten vor der Wahl: entweder hin zur Krippe gehen, sie als das Zentrum des Universums erkennen und anerkennen, den Heiland in Kindsgestalt anbeten und ihm als dem wahren Herrn und König huldigen in Wort und Tat oder aber ihr Herz vor ihm zu verschließen, ihn zu verleugnen und zu ignorieren. Die Konsequenz aus letzterem wird immer Mord und Totschlag sein.

Hieran hat bereits vor 100 Jahren Papst Pius XI.  in seiner Enzyklika Quas primas erinnert. Dem entsprechend hat uns auch Papst Franziskus vergangenes Jahr mit den Worten des heiligen Johannes Paul II. dazu aufgerufen, das Reich des Herzens Christi aufzubauen. (vgl. Dilexit nos Nr. 182.)

Denken wir daran, wenn wir in wenigen Wochen die Wahlkabinen betreten. Mögen aber auch die Politiker daran denken, denen Papst Franziskus bereits in Fratelli tutti eine politische Liebe ans Herz gelegt hat, die das Gemeinwohl aller – geborener wie ungeborener – ansgtrebt. (Fratelli tutti Nr. 182)

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