Ein aristotelisches Bildungs- und Erziehungsprogramm
Nachdem Romano Guardini geschildert hat, welcher Art Mensch es bedarf für die heraufziehende Zeit, fragt er zum Schluss – und hier wird es besonders relevant für jeden einzelnen von uns – was hier und jetzt persönlich getan werden kann angesichts der Herausforderung, vor der wir stehen.
Namentlich nennt Guardini 4 Punkte:
1.
„Wir müssen wieder etwas von dem verwirklichen, was kontemplative Haltung heißt…So muß die Tiefe des Menschen wieder erwachen. In seinem Leben muß es wieder Zeiten, in seinem Tag Augenblicke geben, in denen er still wird, sich sammelt und sich mit offenem Herzen eine der Fragen vorlegt, die ihn am Tag berührt haben. Mit einem Wort: er muß wieder meditieren und beten…Auf jeden Fall muß er sich aus der Hetze herausholen; still und anwesend werden; sich einem Wort der Frömmigkeit, der Weisheit, der sittlichen Ehre öffnen, ob er es nun aus der Heiligen Schrift, aus Platon oder Pascale, aus Goethe oder Jeremias Gotthelf holt. Er muß sich der Kritik stellen, die dieses Wort an ihm übt, und von dorther eines der Probleme prüfen, welche das tägliche Leben an ihn heranträgt.“[1]Romano Guardini, Die Macht – Versuch einer Wegweisung, 7. Auflage, Matthias-Gründewald-Verlag Mainz, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1986, S. 181f.
Ganz in diesem Sinne erklärt auch Papst Franziskus in Querida Amazonia: „Diese Dichter sind kontemplativ und prophetisch, sie helfen uns, uns vom technokratischen und konsumistischen Paradigma zu befreien, das die Natur erstickt und uns einer wahrhaft würdigen Existenz beraubt“.[2]Querida Amazonia Nr. 46. Zwischen beiden besteht Einigkeit, dass die Einübung einer kontemplativen Haltung ein wesentlicher Schritt hin zur Überwindung des technokratischen Paradigmas ist. Papst Franziskus spricht gar von der „Prophetie der Kontemplation“.[3]Ebd., Absatzüberschrift Nr. 53ff. Um das von Guardini Gemeinte geht es im Letzten auch, wenn Papst Franziskus in seiner vierten Enzyklika Dilexit nos den Menschen von heuten von Neuem die Bedeutung des Herzens deutlich zu machen versucht: „Aber wenn wir versucht sind, uns an der Oberfläche zu bewegen, in Hektik zu leben, ohne letztendlich zu wissen, wozu, wenn wir Gefahr laufen, zu unersättlichen Konsumenten werden, zu Sklaven eines Marktsystems, das sich nicht für den Sinn unseres Lebens interessiert, dann tut es not, die Bedeutung des Herzens wieder neu zu entdecken“[4]Dilexit nos Nr. 2. und uns ermahnt: „Anstatt nach oberflächliche Befriedigungen zu suchen und den anderen etwas vorzuspielen, ist es besser, wichtige Fragen aufkommen zu lassen: wer bin ich wirklich, was suche ich, welchen Sinn will ich meinem Leben, meinen Entscheidungen oder meinen Handlungen geben; warum und wozu bin ich auf dieser Welt, wie will ich mein Leben bewerten, wenn es zu Ende geht, welchen Sinn will ich allem, was ich erlebe, geben, wer will ich vor den anderen sein, wer bin ich vor Gott. Diese Fragen führen mich zu meinem Herzen.“[5]Dilexit nos Nr. 8.
2.
„Wir müssen wieder die elementare Frage nach dem Wesen der Dinge stellen. Schon eine flüchtige Prüfung zeigt uns, wie schematisch wir sie nehmen; wie sehr wir durch Konventionen bestimmt sind; aus welch oberflächlichen Gesichtspunkten des Vorteils, der Bequemlichkeit und Zeitersparnis wir sie handhaben. Die Dinge haben aber ein Wesen; wenn das verkommt oder vergewaltigt wird, dan zieht sich ein Widerstand zusammen, gegen den weder List noch Gewalt mehr helfen. Die Wirklichkeit sperrt sich dann gegen den menschlichen Griff. Die Ordnungen gehen aus den Fugen. Die Achsen des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen Gefüges[6]Heute möchte man ergänzen: und des ökologischen, speziell des klimatischen. laufen sich heiß. Man kann mit den Dingen nicht umgehen, wie man will, wenigstens nicht im Ganzen und auf die Dauer, sondern nur so wie es ihrem Wesen entspricht, sonst bereitet man Katastrophen vor. Wer sehen kann, sieht, wie überall die Katastrophe der falsch gehandhabten Wirklichkeit im Gange ist. Also müssen wir wieder an das Wesen des Seienden herankommen und fragen: Was ist Arbeit, sobald sie im Zusammenhang des Lebens gesehen wird?…Was sind Recht und Gesetz, wenn sie helfen und nicht hindern sollen?…Was ist Besitz; sein Recht und sein Unrecht?…Was ist echter Befehl und wodurch wird er möglich?…Was ist Gehorsam, und wie steht er in der Freiheit?…Was bedeutet Gesundheit, Krankheit, Tod? Was Freundschaft und Kameradschaft?…Wann darf das Hingezogensein zum Anderen den großen Namen der Liebe in Anspruch nehmen?…Was meint jene Verbundenheit von Mann und Frau, die Ehe heißt? Die nachgerade so verwildert ist, daß nur Wenige überhaupt einen Begriff von ihr zu haben scheinen, obwohl sie doch das ganze menschliche Dasein trägt?…Gibt es eine Rangordnung der Werte? Was ist darin das Wichtigste? Was weniger wichtig? Was gleichgültig? Und so fort?“[7]Romano Guardini, Die Macht, S. 182f.
Schon früher hatte Guardini in diese Richtung weisend formuliert: „Es ist aufschlußrecih, daß sowohl der extreme Existentialismus wie der totalitäre Staat so denken, und sich damit als Gegenpole im gleichen Grundwillen kundgeben, die Macht im Sinne beliebiger Verfügung, das heißt aber, als Gewalt auszuüben. In Wahrheit ist jedes Seiende nach einer Sinngestalt geformt; so entsteht von dorther für den handelnden Menschen eine Norm des Möglichen und Richtigen. Und die Freiheit besteht nicht darin, das persönlich oder politisch Beliebige, sondern das vom Wesen des Seienden her Geforderte zu tun.“[8]Ebd., S. 178. Dies alles trifft sich mit der hier dargelegten Argumentation, nach der die Überwindung des technokratischen Paradigmas die Wiederaufnahme des Studiums der aristotelischen Formal- und Finalursachen erfordert, denn genau um die elementare Frage nach dem Wesen der Dinge geht es hierbei.
3.
„Wir müsse wieder lernen, daß die Herrschaft über die Welt die Herrschaft über uns selbst voraussetzt; denn wie sollen Menschen die Ungeheuerlichkeiten von Macht, die ihnen immerfort zuwächst, bewältigen, wenn sie sich selbst nicht formen können? Wie sollen sie politische oder kultuerlle Entscheidungen fällen, wenn sie sich selbst gegenüber immerfort versagen?“[9]Ebd., S. 183. Das aber verlangt Askese. „Askese bedeutet, daß der Mensch sich selbst in die Hand bekomme. Dazu muß er das Unrecht im eigenen Inneren erkennen und es wirksam angreifen…Er muß seine physischen wie geistigen Triebe ordnen, was ohne Selbstüberwindung nicht möglich ist…Er muß sich erziehen, seine Habe in Freiheit zu besitzen und das Geringere um des Höheren willen zu opfern…Er muß um die Freiheit und Gesundheit seines Inneren kämpfen: gegen die Maschinerie der Reklame, gegen die Flut der Sensationen, gegen den Lärm in allen Formen, wie sie von allen Seiten her auf ihn eindringen…Er muß sich zur Distanz erziehen; zur Unabhängigkeit des Urteils; zum Widerstand gegen das, was „man“ sagt…Überall kapituliert der Mensch vor den Mächten der Barbarei – Askese bedeutet, daß er nicht kapituliere, sondern kämpfe, und zwar an der entscheidenden Stelle, nämlich gegen sich selbst.“[10]Ebd., S. 184.
Kurz gesagt: Es geht also um die Einübung der ethischen oder Charaktertugenden. Die vor uns stehende Aufgabe lässt sich nicht auf technische Fragestellungen reduzieren, sondern ist zuerst und vor allem eine ethische Herausforderung, die als solche Charakterbildung erfordert. Wie auch Papst Franziskus in Laudato Si‘ erklärte: „Nur von der Pflege solider Tugenden aus ist eine Selbsthingabe in einem ökologischen Engagement möglich.“[11]Laudato Si‘ Nr. 211.
4.
„Wir müssen wieder im Ernst die Frage nach dem letzten Beziehungspunkt unserer Existenz, nach Gott stellen. Der Mensch ist nicht so beschaffen, daß er in sich fertig wäre und außerdem, je nach Meinung und Belieben, zu Gott in Beziehung treten könnte oder auch nicht; sein Wesen besteht vielmehr entscheidenderweise in seiner Beziehung zu Gott. Den Menschen gibt es nur als auf Gott bezogenen; und dadurch, wie er diese Beziehung versteht, wie ernst er sie nimmt und was er aus ihr heraus tut, bestimmt sich sein Charakter. Das ist so, und daran ändert kein Philosoph noch Politiker, kein Dichter noch Psychologe etwas. Es ist nicht gut, vor Wirklichkeiten zu tun, als ob sie nicht wären, denn dann rächen sie sich. Wenn Triebe verdrängt werden, oder Konflikte unbereinigt bleiben, entstehen Neurosen. Gott ist die Wirklichkeit, welche jede andere, auch die menschliche, begründet. Wenn Ihm sein Recht nicht geschieht, wird das Dasein krank.“[12]Romano Guardini, Die Macht, S. 185.
Auch dies findet sich bei Papst Franziskus wieder, der in Laudato Si‘ schreibt: „Die beste Art, den Menschen auf seinen Platz zu verweisen und seinem Anspruch, ein absoluter Herrscher über die Erde zu sein, ein Ende zu setzen, besteht darin, ihm wieder die Figur eines Vaters vor Augen zu stellen, der Schöpfer und einziger Eigentümer der Welt ist. Denn andernfalls wird der Mensch immer dazu neigen, der Wirklichkeit seine eigenen Gesetze und Interessen aufzuzwingen.“[13]Laudato Si‘ Nr. 75.
Man sieht: Für Guardini, der nicht nur Religionsphilosoph und katholischer Priester, sondern auch Pädagoge war, stellt das technokratische Paradigma und die aus ihm folgende Bedrohungssituation für die Menschheit – in ökologischer wie in nicht-ökologischer Hinsicht – in erster Linie eine Herausforderung für die Pädagogik da, für Bildung und Erziehung. Kaum zufällig beendet auch Papst Franziskus seine Enzyklika Laudato Si‘ mit einem Kapitel zur Ökologischen Erziehung und Spiritualität.
Wie gezeigt wurde besteht eine enge Kontinuität zwischen dem, was Romano Guardini zu seiner Zeit als erforderlich ansah und dem Weg, den uns Papst Franziskus heute bisweilen implizit, zumeist aber ganz explizit weist. Wie sich im nun Folgenden zeigen wird, handelt es sich hierbei um nicht weniger als ein Programm, das grundlegende Gedanken des Aristoteles aufgreift und verwirklicht.
Romano Guardini und Aristoteles
Romano Guardini ruft uns zur Einübung einer kontemplativen Haltung auf. Papst Franziskus spricht von der Prophetie der Kontemplation als Weg zur Überwindung des technokratischen und konsumistischen Paradigmas. Für Aristoteles stand fest, dass die Kontemplation, griech.: theoria, die höchste Form menschlicher Tätigkeit und sein höchstes Glück sei.[14]Aristoteles, Nikomachische Ethik 1177-1178a.
Aristoteles verstand unter dem bios theoretikos, dem der Theorie gewidmeten Leben, freilich nicht die religiöse oder künstlerische Besinnung, sondern ein der intellektuellen Tätigkeit im wissenschaftlichen Sinne gewidmetes Leben, zu dem für ihn aber gerade auch das Studium der Formal- und Finalursachen gehörte. Was Guardini als Einübung einer kontemplativen Haltung bezeichnet, entspricht inhaltlich wohl eher der von Papst Franziskus in Christus vivit geforderten Gewissensbildung, zu der für den Heiligen Vater wesentlich die Gewissenserforschung gehört – sowie Gebet und Lektüre, wie er in Gaudete et exsultate Nr. 166 unterstreicht – und die auf ein Wachstum in der aristotelischen Tugend der Klugheit, der phronesis, zielt, vgl. Christus vivit Nr. 281f,[15]Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass alle Katholiken der Lehre des 2. Vatikanischen Konzils verpflichtet sind, das in der Erklärung über die Religionsfreiheit „Dignitatis humanae“ erklärt: … Continue readingdie nach Aristoteles in der habituellen, das heißt nicht nur zufälligen, Tätigkeit besteht, in einer gegebenen konkreten Situation das zu verwirklichende Gute zu erkennen und zu verwirklichen.
Guardini fordert dazu auf, nach dem Wesen der Dinge zu fragen. Dies bedeutet aber die Wiederaufnahme des Studiums der eben erwähnten aristotelischen Formal- und Finalursachen, also des bios theoretikos im aristotelischen Sinne, da sie es sind, welche die Frage nach Wesen und Zweck der Dinge beantworten; eine Notwendigkeit die sich bereits gleichermaßen unmittelbar aus einer Betrachtung des von Papst Franziskus verurteilten technokratischen Paradigmas ergibt. Im Letzten geht es hierbei um Weisheit als die Tugend der theoretischen Vernunft.
Guardini und Papst Franziskus sehen die Notwendigkeit der Selbstüberwindung, der Einübung „solider Tugenden“. Aristoteles schildert in seiner Nikomachischen Ethik die Entfaltung der Tugenden, zu denen auch die bereits erwähnte phronesis zählt, als den menschlichen Weg zum Glück.
Guardini und Papst Franziskus sehen die ernsthafte Frage nach Gott als einen Schlüsselaspekt zur Bewältigung der gegenwärtigen Herausforderungen. Aristoteles lehrt in seiner Metaphysik, dass die Theologie die höchste Wissenschaft von allen sei, sollte es Gott geben – wovon er selbst überzeugt war. Die Theologie ist nach Aristoteles also die höchste aller Wissenschaften.[16]Aristoteles, Metaphysik 1026a 15, 1064b.

Will man nicht auf der individuellen Ebene stehen bleiben, die der Herausforderung, wie Guardini und Papst Franziskus Guardini zitierend deutlich machen, nicht gewachsen ist, kann man hieraus nur die Notwendigkeit eines aristotelischen Bildungs- und Erziehungsprogramms ableiten, das den Fokus legt auf
- Wachstum in der Klugheit verstanden als die Tugend der praktischen Vernunft, die in der konkreten gegebenen Situation das zu verwirklichende Gute erkennt und verwirklicht, durch Gewissensbildung auf dem Weg der täglichen Gewissenserforschung verbunden mit Gebet und entsprechender Lektüre
- Erforschung der Formal- und Finalursachen; letztlich mit dem Ziel der Weisheit als der Tugend der theoretischen Vernunft
- Tugendbildung bzw. -erziehung im Sinne der ethischen bzw. Charakterbildung
- Theologie bzw. Ausrichtung auf Gott als dem höchsten und letzten Gut.
Insofern dies nicht der Realität des herrschenden Bildungs- und Erziehungswesens entspricht, wird deutlich, dass nichts weniger als eine aristotelische Bildungs- und Erziehungsreform gefordert ist, die als ihren Träger oder doch Motor eine aristotelische Bildungs- und Erziehungsbewegung voraussetzt, die als solche multireligiös sein kann und daher auch sein muss.
Allerdings ist dies nicht nur eine Aufgabe für Familien, Kindergärten, Schulen, Universitäten und die Kirche. Nach Aristoteles ist hierbei nicht zuletzt die Politik bzw. der Staat gefordert im Sinne eines Virtue mainstreamings, das heißt einer Hinordnung der gesamten Gesetzgebung auf die Förderung der Tugenden und die Hemmung der Laster.[17]Aristoteles, Nikomachische Ethik 1179b-1180a, vgl. auch Lumen Gentium 36 und Centesimus Annus 38.
Das Ziel müssen kluge, weise und charakterstarke Menschen sein, die sich als den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen erweisen. Ja, noch den vierten Punkt, die Ausrichtung auf Gott hinzunehmend, lässt sich aus dem Glauben sagen: Was es braucht sind Heilige. Nicht umsonst erinnert uns Papst Franziskus in Gaudete et exsultate an die Lehre des 2. Vatikanischen Konzils wonach alle Getauften zur Heiligkeit berufen sind.
Romano Guardini und die ganzheitliche Ökologie
Im Lichte Romano Guardinis erscheint das technokratische Paradigma als das Paradigma ungebändigter, von Ethik und Gott entkoppelter menschlicher Macht. Eine ganzheitliche Ökologie gegen oder ohne den Menschen kann es aber nicht geben. Jede ganzheitliche Ökologie muss als ihre Grundlage die Frage nach dem Wesen der Dinge sowie die Rückbindung (re-ligio) an Gott haben.
References[+]
| ↑1 | Romano Guardini, Die Macht – Versuch einer Wegweisung, 7. Auflage, Matthias-Gründewald-Verlag Mainz, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1986, S. 181f. |
|---|---|
| ↑2 | Querida Amazonia Nr. 46. |
| ↑3 | Ebd., Absatzüberschrift Nr. 53ff. |
| ↑4 | Dilexit nos Nr. 2. |
| ↑5 | Dilexit nos Nr. 8. |
| ↑6 | Heute möchte man ergänzen: und des ökologischen, speziell des klimatischen. |
| ↑7 | Romano Guardini, Die Macht, S. 182f. |
| ↑8 | Ebd., S. 178. |
| ↑9 | Ebd., S. 183. |
| ↑10 | Ebd., S. 184. |
| ↑11 | Laudato Si‘ Nr. 211. |
| ↑12 | Romano Guardini, Die Macht, S. 185. |
| ↑13 | Laudato Si‘ Nr. 75. |
| ↑14 | Aristoteles, Nikomachische Ethik 1177-1178a. |
| ↑15 | Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass alle Katholiken der Lehre des 2. Vatikanischen Konzils verpflichtet sind, das in der Erklärung über die Religionsfreiheit „Dignitatis humanae“ erklärt: „Bei ihrer Gewissensbildung müssen jedoch die Christgläubigen die heilige und sichere Lehre der Kirche sorgfältig vor Augen haben. Denn nach dem Willen Christi ist die katholische Kirche die Lehrerin der Wahrheit; ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit, die Christus ist, zu verkündigen und authentisch zu lehren, zugleich auch die Prinzipien der sittlichen Ordnung, die aus dem Wesen des Menschen selbst hervorgehen, autoritativ zu erklären und zu bestätigen.“ (DH 14). |
| ↑16 | Aristoteles, Metaphysik 1026a 15, 1064b. |
| ↑17 | Aristoteles, Nikomachische Ethik 1179b-1180a, vgl. auch Lumen Gentium 36 und Centesimus Annus 38. |