Die Macht als Aufgabe
Was kann hiervon ausgehend getan werden? Diese Frage beantwortet Romano Guardini wie folgt:
„Das Kernproblem, um das die künftige Kulturarbeit kreisen, und von dessen Lösung alles, nicht nur Wohlfahrt oder Not, sondern Leben oder Untergang abhängen wird, ist die Macht. Nicht ihre Steigerung; die geht von selbst vor sich; wohl aber ihre Bändigung, ihr rechter Gebrauch. Die Wildnis in ihrer ersten Form ist bezwungen: die unmittelbare Natur gehorcht. Sie kehrt aber innerhalb der Kultur selbst wieder, und ihr Element ist eben das, was die erste Wildnis bezwungen hat: die Macht selbst….Der Mensch steht wieder vor dem Chaos; und das ist um so furchtbarer, als die meisten es gar nicht sehen, weil überall wissenschaftlich gebildete Leute reden, Maschinen laufen und Behörden funktionieren.“[1]Romano Guardini, Das Ende der Neuzeit – Ein Versuch zur Orientierung, 10. Auflage, Matthias-Gründewald-Verlag Mainz, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1986, S. 77.
An Tugenden, welche die neue Zeit erfordert, nennt Guardini
- den Ernst, der wissen will, „worum es wirklicht geht, durch alles Gerede von Fortschritt und Naturerschließung hindurch“ und die Verantwortung übernimmt, „welche die neue Situation ihm auferlegt.“[2]Ebd, S. 78.
- die Tapferkeit, die „sich dem aufdrohenden Chaos entgegenstellt“ und „die Vielen gegen sich“ hat, „die Öffentlichkeit, die in Parolen und Organisationen verdichtete Unwahrheit“.[3]Ebd.
- die Askese, um „durch Überwindung und Entsagung Herr über sich selbst zu werden – und dadurch auch Herr zu werden über seine eigene Macht.“[4]Ebd.
Den Zielpunkt formuliert Guardini wie folgt:
„Aus alldem muß [sic] eine geistige Regierungskunst hervorgehen, in welcher Macht über die Macht ausgeübt wird. Sie unterscheidet Recht und Unrecht, Ziel und Mittel. Sie findet das Maß [sic] und schafft in den Anstrengungen der Arbeit und des Kampfes Raum für den Menschen, daß [sic] er in Würde und Freude leben könne. Das erst wird die eigentliche Macht sein.“[5]Ebd.
Romano Guardini: Macht über die Macht ausüben
An dieser Stelle nun schreiten wir weiter von „Die Ende der Neuzeit“ zu „Die Macht“. In diesem vom Umfang her ebenfalls kleinen Werk stellt und beantwortet Guardini zunächst die Frage, was Macht eigentlich sei.
Er beginnt hierzu mit folgender Feststellung:
„Von Macht im eigentlichen Sinne dürfe wir also nur sprechen, wenn zwei Elemente gegeben sind: Einmal reale Energien, die an der Wirklichkeit der Dinge Veränderungen hervorbringenn, ihre Zustände und wechselseitigen Beziehungen bestimmen können. Dazu aber ein Bewußsein [sic], das ihrer inne ist; ein Wille, der Ziele setzt; ein Vermögen, welches die Kräfte auf dieses Ziel hin in Bewegung bringt. Das alles setzt den Geist voraus, jene Wirklichkeit im Menschen, die fähig ist, aus dem unmittelbaren Zusammenhang der Natur herauszutreten und in Freiheit über sie zu verfügen.“[6]Romano Guardini, Die Macht – Versuch einer Wegweisung, 7. Auflage, Matthias-Gründewald-Verlag Mainz, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1986, S. 102.
Ersteres ohne letzteres ist nicht Macht, sondern Energie. Letzteres ohne ersteres ist nicht Macht, sondern eine Idee. Guardinis Feststellungen beinhalten aber:

„Es gibt also keine von vorneherein sinn- und wertvolle Macht. Sie empfängt ihre Bestimmung erst dadurch, daß [sic] der Mensch ihrer inne wird, über sie entscheidet, sie in Tat umsetzt – was alles heißt, daß [sic] er sie verantworten muß[sic]…Das ist auch dann so, wenn der Mensch, der sie ausübt, diese Verantwortung nicht will. Ja das ist selbst dann noch der Fall, wenn die menschlichen Dinge derart ungeordnet oder falsch geordnet sind, daß [sic] kein Verantwortender mehr genannt werden kann. Sobald letzteres geschieht; sobald auf die Frage: wer hat das getan? Weder ein „Ich“ noch ein „Wir“, weder eine Person noch eine Personengemeinschaft mehr anztwrtet scheint die Machtausübung zur Naturwirkung zu werden. Man hat den Eindruck, als geschehe das immer häufiger, denn im Gang der geschichtlichen Entwicklung wird die Machtübung immer anonymer. Die fortschreitende Verstaatlichung der sozialen, wirtschaftlichen, technischen Vorgänge – ebenso wie die materialistischen Theorien von der Geschichte als einem notwendigen Prozeß [sic] – bedeuten unter unserem Gesichtspunkt den Versuch, den Charakter des Verantwortetseins aufzuheben, die Macht von der Person abzulösen und ihre Ausübung naturhaft zu machen. In Wahrheit wird dadurch der wesenhafte Charakter der Macht als personal verantworteter Energie nicht aufgehoben, sondern nur verdorben. Der Zustand wird zur Schuld und wirkt sich als Zerstörung aus.“[7]Ebd., S. 103 – 105.
Macht ist per se also, Guardini betont es noch einmal, weder positiv noch negativ, weder aufbauend noch zerstörend, sondern lediglich die Möglichkeit in beide Richtungen hin und insofern neutral. Ihre konkrete Ausrichtung erhält sie erst durch menschliche Zielbestimmung und Zwecksetzung.[8]Ebd., S. 105.
Schließlich ist Macht nach Guardini von universellem Charakter.[9]Ebd., S. 108f. Hiermit meint er, dass wir ihr in allen Lebensvollzügen begegnen, bewusst werden. Dies wiederum mache sie zu einem Gegenstand der Metaphysik, letztlich der Theologie.
In einer Auslegung der beiden Schöpfungsberichte kommt Guardini sodann zum Schluss, dass das Machthaben zum Wesen des Menschen gehört und dass dieses Vermögen Gabe und Aufgabe zugleich bedeutet: zu herrschen, dies aber nicht aus eigenem Recht heraus in grenzenloser Willkür, sondern in Verantwortung gegenüber der Wahrheit der Dinge, die sich ihm durch Erkenntnis erschließt, wie auch gegenüber Gott, der ihm diese Herrschaft übertragen hat und ihr im Wesen der Dinge, in ihrer Wahrheit, wie er sie geschaffen hat, Grenzen gesetzt hat; eine Herrschaft also, die zugleich Dienst und Gehorsam ist.[10]Ebd., S. 112f, vgl. Laudato Si‘ Nr. 65ff.
Ein wirkliches und wirksames Ethos des Machtgebrauchs
Schon einmal hat Guardini erklärt, dass „es ein wirkliches und wirksames Ethos des Machtgebrauchs noch nicht gibt“. Auf diesen Gedanken kommt Guardini nun zurück und erklärt diesen Umstand wie folgt:
„wir Heutigen tun gut, uns daran zu erinnern, daß [sic] im Träger der neuzeitlichen Entwicklung, auch und gerade der darin sich vollziehenden Entfaltung menschlicher Macht, nämlich im Bürger, eine verhängnisvolle Neigung wirksam ist: in immer gründlicherer, wissenschaftlich wie technisch vollkommenerer Weise, Macht auszuüben, sich aber nicht offen zu ihr zu bekennen, bzw. sie hinter Gesichtspunkten des Nutzens, der Wohlfahrt, des Fortschritts usw. zu verstecken. So hat er Herrschaft ausgeübt, ohne ein Ethos der Herrschaft zu entwickeln. Dadurch ist ein Machtgebrauch herangewachsen, der nicht in wesensgemäßer Weise ethisch bestimmt ist, und der seinen reinsten Ausdruck in der anonym Aktiengesellschaft findet. Erst wenn diese Tatsachen angenommen sind, erhält das Phänomen der Macht sein Gewicht; seine Größe sowohl wie seinen Ernst. Letzterer aber liegt in der Verantwortung.“[11]Ebd., S. 112.
Kurz: Wir müssen uns dazu bekennen, Macht auszuüben. Erst dann können wir sie auch ethisch verantworten – und das heißt, ihr Grenzen setzen, Grenzen, die wir in der Wahrheit der Dinge und in Gott vorfinden, nicht wiederum in eigener Machtvollkommenheit erfinden.
Der Sündenfall besteht für Romano Guardini just aber darin, der Versuchung erlegen zu sein, aus eigener Machtvollkommenheit, das heißt ohne Rückbindung (re-ligio) an Gott (und die Wahrheit der Dinge), handeln zu wollen. Der falsche Machtgebrauch wurde so wahrscheinlich, ja unausweichlich.[12]Ebd., S. 115 – 117.
„Menschliche Dinge vollends – alles das, was Erziehung, Fürsorge, öffentliche Ordnung, Aufbau der Kultur heißt – müssen , um menschlich zu bleiben und geistig zu gelingen, durch die personale Mitte gehen. Was mit der Wahrheit, dem Guten und Rechten zusammenhängt, verwirklicht sich nur durch lebendige Aneignung, echte Überzeugung, inneres Entstehen. Das wiederum verlangt Ehrfurcht, Ermutigung, Geduld. Der Wirkende muß [sic] in den Bereich der Freiheit eintreten, die Initiative lösen, die schöpferischen Zentren wecken. Er muß [sic] die Impulse des Lebendigen mitvollziehen und seine Umwege gewähren lassen. Je größer die Macht, desto stärker die Versuchung, den leichten Weg, nämlich den der Gewalt zu gehen. Die Person und ihre Freiheit, die Existentialität der Wahrheit, die Ursprünglichkeit des Schaffens „auszuschalten“ und das Gewollte zu erzwingen; was aber nicht zu erzwingen ist, als unwertig hinzustellen. Also eine Kultur aufzubauen, welche nur rational und technisch begründet ist. Dazu muß [sic] aber der Mensch selbst so gesehen sein, daß [sic] er „erfaßt“ [sic], „bewirtschaftet“, „eingesetzt“, ja schon von vorneherein auf Zwecke hin geformt werden kann. Nicht nur physisch, sondern auch psychisch; denken wir an all die Mittel der Suggestion, der Propaganda, der Aussagenbeeinflussung. Ja sogar spirituell, sobald Dialektik und Diskussionstechnik, Formung des Geschichts- und Lebensbildes, die ganze Perspektivierung des Daseins nicht in Ehrfurcht vor der Wahrheit, sondern auf Zwecke hin geschehen und damit das Eigentlich-Geistige, das Gegenüber des schauenden und urteilenden Menschen zum Gültigen verschwindet.“[13]Ebd., S. 151f.
Dies hinterlässt aber nicht zuletzt Spuren im so Handelnden. In ihm ist es, wo die „Zerstörung dess Menschlichen einfachhin“ droht.[14]Ebd., S. 152.
Guardini wendet sich jedoch gegen jede Form von Fatalismus und Kulturpessimismus. Die Geschichte läuft nicht nach Notwendigkeiten ab, weder zum Guten noch zum Bösen, sondern liegt in der Freiheit des Menschen. Von hier her – und vom Gottesglauben – nimmt Guardini auch die Hoffnung, dass es gut werden kann.[15]Ebd., S. 165 – 168.
Diese Hoffnung konkretisiert sich für Guardini in der Hoffnung auf das Entstehen eines Menschenschlages, der der Aufgabe gewachsen ist. Noch einmal die Frage: Welcher Aufgabe? Jener des Regierens. Diese Aufgabe stellt sich als die unausweichliche Konsequenz einer Welt, die durch das charakterisiert ist, was wir heute Anthropozän nennen.
„Was mit „Regieren“ gemeint wird, ist eine menschliche, sittlich-geistige Haltung. Sie enthält vor allem das Bewußtsein [sic] , wie die heraufkommende Welt geartet, und wie sie dem Menschen, jedem Menschen an seiner Stelle, in die Hand gegeben ist. Damit kommt das Wissen, welche Ungeheuerlichkeit an Macht zur Verfügung steht. Und das Bewußtsein [sic], daß [sic] diese Macht nur in der Verantwortung gebunden werden kann. Kein Verfassungsparagraph, kein höchster Gerichtshof, keine Behörde, kein Vertrag hilft, wenn nicht der durchschnittliche Mensch fühlt, daß die res publica, die gemeinsame Sache der menschlichen Existenz in Freiheit und Würde in seine Hand gegeben ist. Daraus folgt weiter die Sachgerechtigkeit: die Erkenntnis, welcher Frevel es ist, wenn die Aufgaben unter Gesichtspunkten des Ehrgeizes, des Vorteils, der Parteitaktik zugewiesen werden; während es nur auf die Frage ankommt, was zu leisten ist, und wer es leisten kann, damit der richtige Mann an die richtige Stelle gelangt. Regieren zu können, heißt also überlegen sein; die Vielfältigkeit und wechselseitige Abhängigkeit der wirksamen Momente sehen; immer aufs neue jenes so sehr bedrohte Maß zu finden, auf welchem nicht nur die Wohlfahrt, sondern der Bestand aller ruhen wird.“[16]Ebd. S. 164f.
Ein neuer Menschenschlag
Diese Hoffnung konkretisiert sich für Guardini in der Hoffnung auf das Entstehen eines Menschenschlages, der der Aufgabe gewachsen ist. Noch einmal die Frage: Welcher Aufgabe? Jener des Regierens. Diese Aufgabe stellt sich als die unausweichliche Konsequenz einer Welt, die durch das charakterisiert ist, was wir heute Anthropozän nennen.
Doch wie ist nun dieser Menschenschlag charakterisiert, der dieser Aufgabe gewachsen wäre?
Dieser neue Menschenschlag, so Guardini, „müßte vor allem ein ursprüngliches Verhältnis zur Macht haben“, er „muß wissen und bejahen, daß der Sinn der kommenden Kultur nicht Wohlfahrt, sondern Herrschaft ist; Vollstreckung des Auftrages, den Gott in das Wesen des Menschen gelegt hat“, er „setzt Nutzen, Sicherheit und Wohlfahrt entschieden an die zweite Stelle; an die erste die Größe der kommenden Weltgestalt.“[17]Ebd., S. 169.
Dann braucht er „ein ursprüngliches Verhältnis zur Technik“.[18]Ebd., S. 170. Hierunter versteht Guardini sowohl eine Unbefangenheit im Umgang mit ihr wie ein „tiefes Gefühl für die aus dem gesamten Zustand sich erhebende Gefahr“ sowie das Empfinden der „Aufgabe und Fähigkeit, es zu lernen“, „in der Gefahr zu leben“[19]Ebd. und dies „im Bewußtsein der Verantwortung für die Welt.“[20]Ebd. S. 171.
Diese Verantwortung gründet in der bereits von Guardini formulierten Einsicht, dass die Geschichte eben nicht nach Notwendigkeiten verläuft, sondern in der Freiheit des Menschen liegt. Diese verbindet sich aber mit einer Liebe für die als endlich und bedroht erkannte Welt,[21]Ebd. eine Liebe also, die – ganz ähnlich dem, was Simone Weil für das Vaterland gefordert hat – wesentlich Mitleid ist.[22]Hier kommt, so muss man mit Papst Franziskus ergänzen, das menschliche Herz ins Spiel, das, wie er in Dilexit nos hervorgehoben hat, jener Ort im Menschen ist, der zur Liebe fähig ist, vgl. Dilexit … Continue reading
Daraus folgt die Einsicht, dass es um Unbedingtes geht: die Wahl zwischen „Würde oder Knechtschaft; Leben oder Untergang; Wahrheit oder Lüge; Geist oder Gewalt“.[23]Romano Guardini, Die Macht, S. 171.
Dies schafft die Grundlage für Disziplin, die wiederum „die Voraussetzung für das Größte“ sei, „das er zu leisten hat: Autorität aufzurichten, welche die menschliche Würde achtet; Ordnungen zu schaffen, in denen die Person existieren kann“[24]Ebd.. „Was Befehlen und Gehorchen heißt“ – Guardini grenzt ersteres vom Zwang, letzteres von der Preisgabe seiner selbst ab – „muß neu entdeckt werden. Das ist nur möglich, wenn wieder absolute Hoheit erkannt, absolute Werte gesehen, das heißt aber, Gott als lebendiger Maßstab und Beziehungspunkt des Daseins anerkannt wird. Sinngerecht befehlen kann man letztlich nur von Gott her; gehorchen nur auf ihn hin.“[25]Ebd.
Disziplin verlangt aber Askese, die darum ebenso gefordert ist. Der neue Menschentyp weiß
„es gibt keine Herrschaft, die nicht zugleich Herrschaft über sich selbst wöre. Es kann keine Gestalt aufgebaut werden, wenn der, der sie bauen willl, nicht selber gestaltet ist. Es gibt keine Größe, die nicht auf Überwindung und Entsagung ruhte. Die Triebe des eigenen Innern sind nicht in Ordnung, sondern müssen gemeistert werden…Diesem Bösen muß widerstanden werden, und das ist die Askese. Schon die Unbedingtheit des echten Befehls, die nicht aus der Gewalt, sondern aus gültiger Autorität; und jene des echten Gehorsams, die nicht aus der Selbstpreisgabe, sondern aus der Anerkennung echter Befugnis kommen, können nur verwirklicht werden, wenn der Mensch über die Unmittelbarkeit von Trieb und Hang hinausgeht. Der Mensch, der gemeint ist, lernt wieder, welche befreiende Kraft in der Selbstüberwindung liegt; wie das von innen her angenommene Leiden den Menschen umwandelt; und wie alles wesenhafte Wachstum nicht nur von Arbeit, sondern auch von frei gebrachtem Opfer abhängt.“[26]Ebd., S. 172.
Als weitere Charakteristika nennt er die Kameradschaft, worunter er die „selbstverständliche Bereitschaft zu wechselseitiger Hilfe und zum Ineinandergehen der Leistungen“[27]Ebd., S. 173. versteht, sowie eine Kraft, die „aus dem Geist, aus der freien Hingabe des Herzens“[28]Ebd. kommt.[29]Vgl. Dilexit nos Nr. 117.
Schließlich geht Guardini noch auf die mögliche religiöse Gesinnung dieses Menschen ein. Für durchaus denkbar hält es Guardini, dass dieser die Religion als für die Größe der Aufgabe unwesentlich abtut. Für ebenso möglich hält er es aber, dass er von der Einsicht in die Endlichkeit der Welt weiter schreitet zur Erkenntnis ihrer Geschaffenheit und einen ganz neuen Blick für ihren Offenbarungscharakter erhält ebenso wie im Angesicht seiner Aufgabe für den Bedeutungsinhalt christlicher Demut im Angesicht.[30]Romano Guardini, Die Macht., S. 173 – 175.
Zuletzt bemerkt Guardini, dass er dieses Bild vom kommenden Menschen vom Mann her gezeichnet habe, jenes der Frau müsse die Frau zeichnen, besser jedoch noch fände Guardini einen Dialog von Mann und Frau, in welchem diese sich einander sagen, wie sie sich den jeweils anderen, das heißt vor allem seinen Geist, sein Herz, wünschen.[31]Ebd.
References[+]
| ↑1 | Romano Guardini, Das Ende der Neuzeit – Ein Versuch zur Orientierung, 10. Auflage, Matthias-Gründewald-Verlag Mainz, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1986, S. 77. |
|---|---|
| ↑2 | Ebd, S. 78. |
| ↑3 | Ebd. |
| ↑4 | Ebd |
| ↑5 | Ebd. |
| ↑6 | Romano Guardini, Die Macht – Versuch einer Wegweisung, 7. Auflage, Matthias-Gründewald-Verlag Mainz, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1986, S. 102. |
| ↑7 | Ebd., S. 103 – 105. |
| ↑8 | Ebd., S. 105. |
| ↑9 | Ebd., S. 108f. |
| ↑10 | Ebd., S. 112f, vgl. Laudato Si‘ Nr. 65ff. |
| ↑11 | Ebd., S. 112. |
| ↑12 | Ebd., S. 115 – 117. |
| ↑13 | Ebd., S. 151f. |
| ↑14 | Ebd., S. 152. |
| ↑15 | Ebd., S. 165 – 168. |
| ↑16 | Ebd. S. 164f. |
| ↑17 | Ebd., S. 169. |
| ↑18 | Ebd., S. 170. |
| ↑19 | Ebd. |
| ↑20 | Ebd. S. 171. |
| ↑21 | Ebd. |
| ↑22 | Hier kommt, so muss man mit Papst Franziskus ergänzen, das menschliche Herz ins Spiel, das, wie er in Dilexit nos hervorgehoben hat, jener Ort im Menschen ist, der zur Liebe fähig ist, vgl. Dilexit nos Nr. 16. |
| ↑23 | Romano Guardini, Die Macht, S. 171. |
| ↑24 | Ebd. |
| ↑25 | Ebd. |
| ↑26 | Ebd., S. 172. |
| ↑27 | Ebd., S. 173. |
| ↑28 | Ebd. |
| ↑29 | Vgl. Dilexit nos Nr. 117. |
| ↑30 | Romano Guardini, Die Macht., S. 173 – 175. |
| ↑31 | Ebd. |