Nawroths Neoliberalismus-Kritik
Gegen dieses neoliberale Programm formuliert Nawroth folgende Einwände:
I.
Die neoliberale Marktdoktrin führt lediglich zu einer relativierten Freiheit, bei der sich der Einzelne vor der Wahl sieht, „entweder „Marktgehorsam“ zu leisten oder andernfalls empfindliche Strafen zu erwarten…Selbstgeschaffene Einrichtungen mit ihren Gesetzmäßigkeiten und selbstgesetzten Zwecken erscheinen als übergeordnete Macht, denen sich der „Marktaktive“ bei Strafe des Untergangs zu beugen hat; sie werden verabsolutiert.“[1] Egon Edgar Nawroth, Die Sozial- und Wirtschaftsphilosophie des Neoliberalismus, in: Sammlung Politeia. Veröffentlichungen des Internationalen Instituts für Sozialwissenschaft und Politik … Continue reading
Ja, „Röpke sieht die zentrale Stellung des Menschen als geistig-moralisches Wesen und den geistig-moralischen Charakter der Gesellschaft in dem ihnen eigenen Bereich des Geistigen und Sittlichen nur dadurch gewahrt, daß [sic] beide, anstatt sich von menschlicher Vernunft dirigieren zu lassen, als Werkzeuge einer anonymen Supervernunft [des Marktes] fungieren…daß [sic] der vernunftbegabte, eigenverantwortliche Mensch angeblich sich nur dann treu bleibt, wenn er die wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnungsaufgabe einem mythischen Mechanismus übergibt; wenn er sich, wie Hayek fordert, von einem anonymen Sozialprozeß [sic] „in Gebrauch“ nehmen läßt [sic]“.[2]Ebd., S. 303.
Nawroth weiter:
„Der wirtschaftende Mensch gilt faktisch nur als Diener eines von ihm entdeckten „übermenschlichen“ Mechanismus, der von der wirtschaftspolitischen Führung ebenso wie von jedem einzelnen voll anzuerkennen und zur Geltung zu bringen ist; im Grunde deshalb, weil der funktionsfähige Marktautomatismus angeblich nicht nur maximale Produktivität, sondern darüber hinaus auf Grund seiner Objektivität und Unbestechlichkeit allein Freiheit, Gerechtigkeit und soziale Sicherheit für alle Marktbeteiligten zu garantieren imstande ist. Die neoliberale Wirtschaftsethik erschöpft sich damit faktisch in dem Verbot, in die Eigenlogik des gesetzmäßigen Wirtschaftsablaufs lenkend eingreifen zu wollen. Die Möglichkeit sittlich zu verantwortender Willensentscheidungen und Handlungen gegen den Marktmechanismus wird durch die „naturgesetzliche“ Automatik des Wirtschaftsgeschehens ausgeschaltet. Die Wirtschaft als das Gesamt technologischer Prozesse und Tauschbeziehungen, als formaler Rechnungs- und Signalapparat ist „anethisch“. Sie wird als technologische Einheit aus der sozialethisch fundierten Gesamtordnung herausgelöst, während umgekehrt die Respektierung und Realisierung des „naturgesetzlichen“ Wettbewerbsmechanismus den Charakter des ethischen Solls erhält.“[3]Ebd., S. 380.
Bei den Neoliberalen erscheint der Markt als eine natürliche Ordnung, die für ihr Funktionieren lediglich einiger weniger Justierungen an ihrem Rahmen bedarf, während der einzelne Mensch zu einem Atom in diesem anonymen Mechanismus wird. Dies bedeutet – ganz getreu dem technokratischen Paradigma – einen „Sieg der Wirkursache über die Zweckursache“, insofern der als natürlich stilisierten Wirkweise des unpersönlichen Marktes der Vorrang eingeräumt wird gegenüber menschlichen Zielsetzungen und Zwecken.[4]Ebd., S. 306 – 309, spez. S. 308.
Neoliberalismus als Anwendung des technokratischen Paradigmas
Speziell Eucken reduziert Wirtschaft auf ihre technologischen, quantifzierbaren Aspekte. Er blendet damit ihren wesentlich sozialen Charakter und ihre finalethische Dimension aus.[5]Ebd., S. 294f.
Er folgt damit dem technokratischen Paradigma bzw. präziser formuliert: Der Euckensche Neoliberalismus ist Anwendung des technokratischen Paradigmas auf die Volkswirtshaftslehre. Generell umfasst die neoliberale Problemstellung „nur das Wie der Wirtschaft“, also die Frage nach den Wirkursachen: „ihre äußeren Wirtschaftsordnungsformen, ihre Tauschbewegungen, den Beziehungszusammenhang quantitativ bestimmter Größen. Die Wirtschaftsontologie, die mit den entscheidenden Aussagen: was Wirtschaft in ihrem Wesen eigentlich ist [ihre Formursache], welche Aufgaben ihr als Kultursachbereich gestellt sind [ihre Finalursache], inwiefern auch ihr Vollzug vorbedingt ist, dem Erfahrungswissen erst den eigentlichen Halt gibt, wird bewußt [sic] ausgeklammert.“[6]Ebd., S. 341.
Wirtschaft sei nach realistischer Überzeugung aber nicht als eine Mechanik zu begreifen, in der sämtliche Fragen auf Quantifizierbares reduzierbar seien, sondern sei wesentlich ein Sozialprozess, bei dem Zielsetzung und Sinn mindestens ebenso wichtig seien wie kausale und funktionale Beziehungen.[7]Ebd., S. 311.
Die Wirtschaft ist
„nicht Selbstzweck, sondern in ihrer Struktur und Dienstfunktion letztlich auf die Realisierung von Werten hingeordnet, die selbst außerhalb des eigentlichen wirtschaftlichen Bereiches liegen. Im Gegensatz zur neoliberalen Auffassung kann daher das Sachziel der Wirtschaft nicht in der höchtmöglichen Ergiebigkeit, in der Anhäufung von Mehrwert, im Geldverdienen schlechthin bestehen, sondern vielmehr in der optimalen Bereitstellung von materiellen Voraussetzungen und Dienstleistungen für eine ausreichende und zugleich kulturell werthafte Bedarfsbefriedigung.“[8]Ebd., S. 337.
Das wirtschaftliche Sachziel ist
„grundsätzlich der von einer höheren Wertordnung her der Wirtschaft aufgetragene Zweck…ein Zweck.., der nicht dem wirtschaftlichen Bereich selbst entstammt, sondern vorgegeben ist; der als solcher eine übergeordnete gesellschaftliche Autorität voraussetzt und unter Umständen einen autoritativen Eingriff zuläßt [sic] bzw. fordert…von außerökonomischen Prämissen, letzten Endes vom Menschenbild“
her.[9]Ebd., S. 336.
Der Sinn der Wirtschaft bestehe in der
„Gestaltgebung der menschlichen Bedürfnisbefriedigung“…Die darin eingeschlossene „Prädominanz des Quale“, also des Gestalthaften und der Gestaltgebung, bietet das Unterscheidungsmerkmal des eigentlichen Wirtschaftskerns gegenüber den rein technologischen Prozessen, die sich als solche nur quantitativ mit der Mittelbeschaffung befassen.“[10]Ebd., S. 339.
„Nach [seins]realistischer Auffassung ist die Wirtschaft im Grunde sinnvoll gestaltetes Leben, ist selbst ein Kultursachbereich, ist die zwar unterste, aber breiteste Stufe des Kulturlebens selbst. Das sinngebende Neue hebt die Wirtschaft über den Bereich der reinen Größen- und Produktionslehre, der Technologie und Naturwissenschaft empor und macht sie zu einer Geisteswissenschaft. Ihr Erkenntnisobjekt ist naturgemäß nur mit geisteswissenschaftlichen Erkenntnismitteln zu erfassen, ungeachtet dessen, daß [sic] sie sich zur Bewältigung bestimmter Teilprobleme durchaus mathematischer oder naturwissenschaftlicher Methoden bedienen kann und bedient.“[11]Ebd.
Nur von diesem Sachziel her lasse sich wirtschaftliche Leistung auch sinnvoll bestimmen und bewerten, sprich: auch mit einem monetären Wert, einem Preis, versehen, anstatt lediglich eine subjektive Schätzung der Tauschenden zu sein.[12]Vgl. ebd., S. 351.
Bei den Neoliberalen gelte demgegenüber:
„Der Wirtschaftsvorgang etabliert sich, so O. v. Nell-Breuning, lediglich als „Spiel von Interaktionen zwischen atomisierten Individuen“. Die wesentliche Bedingtheit der neoliberalen Wirtschaftsauffassung durch eine „vorgelagerte“ Philosophie und Weltanschauung, die Eucken ausklammern möchte, tritt hier klar zutage. Sie hat das aus sich selbst integrierte, autonome Individuum der individualistisch-aktualistischen Gesellschaftslehre zur Voraussetzung, das bekanntlich nur funktionaltheoretisch aus seiner Isolation heraustritt. Zwischen den einzelnen Marktaktiven gibt es keine echte, finalethisch fundierte Verbindung und Kooperation“.[13]Ebd., S. 309f.
„Wie O. v. Nell-Breuning zusammenfaßt [sic], stellt die neoliberal verstandene Wirtschaft nichts anderes dar als eine Summe der im wirtschaftlichen Leben sich marktmäßig sich abspielenden Verkehrsakte, ein reines Tauschgeschehen zwischen den ihren eigenen Tauschvorteil suchenden Geschäftspartnern, einen zufälligen Zusammenprall einzelner Wirtschaftsakte wie in der Welt der Moleküle.“[14]Ebd., S. 310.
Wie Nawroth deutlich macht, „besagt „ gesellschaftlich“ jedoch“ nach [seins]realistischer Überzeugung „wesentlich mehr als nur „interindividuell“ oder „interaktionär“ oder „interdependent“, nicht zuletzt die gemeinsame Ausrichtung an einem „allen gemeinsames, naturhaft vorgegebenes sozialwirtschaftliches Sachziel, das von der legitimen Autorität sachgerecht zu interpretieren und zu gewährleisten ist.“[15]Ebd, S. 310f.
II.
Die Marktwirtschaft setzt „den faktisch geltend gemachten Bedarf ohne weiteres mit berechtigtem, vernünftigem und sittlich einwandfreiem Bedarf gleich“.[16]Ebd., S. 318. Dies führt bei einer rein nachfragegesteuerte, von individuellem Profitstreben getriebenen Produktion zu einer Fehlsteuerung der Produktion,[17]Ebd., S. 139 sowie 328: „Der höchstmögliche Geldertrag der Marktaktiven ist nicht identisch mit der bestmöglichen Bedarfsbefriedigung der Gesamtheit.“ da „die Gesamtproduktion lediglich der Gesamtheit der kaufkräftigen Nachfrage, nicht aber der Gesamtheit der wirklichen Bedürfnisse gegenübergestellt wird“,[18]Ebd., vgl. auch ebd., S. 327. dies insbesondere verbunden mit

III.
„Wirtschaftliche Leistung ist das, was der Markt als solche anerkennt. Mit anderen Worte: Wirtschaftsimmanente Knappheitsrelationen gelten als Leistungsmaßstab. Die marktliche Leistung, die im Mittelpunkt des Interesses steht, wird ohne weiteres mit der wirtschaftlichen Leistung identifiziert. Die entscheidende Frage, wie der Vorsprung des Wettbewerbsteilnehmers auf dem Markt zustande gekommen ist: ob durch die wirtschaftlichen Faktoren der Rationalisierung, Modernisierung, Erfindung und Verbesserung usw. oder durch andere, nicht auf Wirtschaftsleistung beruhende Umstände, wird nicht gestellt.“[19]Ebd., S. 347.
Diese Art der Leistungsbewertung wiederum lenkt
„maßgebend die marktwirtschaftliche Einkommens- und Kaufkraftverteilung. Wer über knappe und gefragte Güter verfügt und sie im rechten Augenblick auf den Markt bringt, verdient viel, während derjenige leer ausgeht, dessen Güter und Dienstleistungen zur Zeit nicht benötigt werden…Die Folge davon ist eine steil emporsteigende Einkommens- und Kaufkraftpyramide, die nicht ohne weiteres auf wirtschaftlicher Tüchtigkeit und menschlich-beruflicher Qualität basiert, sondern ebenso auf ungleich verteilte Ausgangsdaten, Glücksfällen und monopolistischen Machtstellungen.“[20]Ebd.
Die ungleiche Verteilung der Kaufkraft wiederum gibt einzelnen bzw. den Vermögenden/Besserverdienenden einen überproportionalen Einfluss auf die Nachfrage und damit die Ausrichtung der Produktion und führt so zu einem Konflikt „zwischen besonders dringenden Bedürfnissen der unteren Einkommensschichten und Luxusbedürfnissen der begüterten Klassen“.[21]Ebd., S. 331, vgl. auch ebd., S. 193 – 197, 347.

„Die kaufkräftigen Bedürfnisse“ kontrollieren „die Produktionsprozesse“.[22]Ebd., S. 333. Nur die „durch Geld legitimierten Wünsche“ werden berücksichtigt.[23]Ebd. Nawroth verweist auf den Neoliberalen F. Böhm, der feststelle, dass „der marktwirtschaftliche Produktionsapparat…“in höherem Maße für die Konsumbedürfnisse der Reichen als für die Armen arbeitet“.[24]Ebd.
„Auch W. Eucken gibt zu bedenken, daß [sic] die markttheoretisch bedingte Ungleichheit der Einkommen und Kaufkraftverteilung die Produktion auf die Deckung „relativ unbedeutender Bedürfnisse“ hinlenkt, während dringende Bedarfsansprüche der unteren Vermögensschichten noch nicht befriedigt sind.“[25]Ebd.
Der liberale Wirtschaftsprozess ist
„originär und ausschließlich auf die rationalen und irrationalen subjektiven Wertschätzungen der zahlungskräftigen Wirtschaftsindividuen, nicht aber auf die Sachnotwendigkeiten des Sozialwohls insgesamt ausgerichtet…Die „Herrschaft der Konsumenten“ ist demnach nicht eine Herrschaft des Verbrauchers schlechthin, sondern nur des bevorzugten, der vom anonymen Verteilungsautomatismus des Marktes reichlicher bedacht wurde…Die erforderliche institutionelle Sicherung des wirtschaftlichen Sachzieles wird vielmehr ersetzt durch das „größte Glück der größten Zahl“ (Bentham) der in ihren subjektiven Konsumwünschen zufriedengestellten marktaktiven Wirtschaftsteilnehmer“.[26]Ebd., S. 334f. Nawroth weist zudem darauf hin, dass auf dem Weg der Werbeindustrie die Konsumwünsche erst durch die produzierende Wirtschaft erzeugt würde, in der Praxis also oftmals die Produktion … Continue reading
Statt von einer wirtschaftlichen Demokratie müsse man daher eher von einer Plutokratie sprechen.[27]Ebd, S. 333. Dies gilt umso mehr für die real existierende soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland (jedenfalls der 1950er Jahre), über die Nawroth erklärt:
„Der Staat, der durch Steuereinnahmen rund ein Drittel der Vermögensbildung lenkt [ein Wert, der heute sicher erheblich höher ausfällt], hat in den fraglichen Jahren mit dazu beigetragen, noch mehr Vermögen in Unternehmerhand anzuhäufen, z. B. durch Steuervergünstigungen für erhöhte laufende Abschreibungen sowie für Sonderabschreibungen; durch eine Umsatzsteuer zugunsten der Großunternehmungen; durch Zölle und Einfuhrkontingente usw., nicht zuletzt durch Duldung der hohen Preisaufschläge, aus denen auch das Kapitalvermögen gebildet wurde. V. Muthesius bemängelt zu Recht, daß [sic] außerdem jährlich durch Investition mit Geldern des Steuerzahlers und Zwangsversicherten gerade in der öffentlichen Hand Sachkapital und Forderungsrechte geschaffen werden, so daß [sic] faktisch in erheblichem Umfang die private Kapitalbildung durch Ansammlung von Vermögen in öffentlicher Hand, durch „etatisierte Zwangskapitalbildung“ also verdrängt und ersetzt wird.“[28]Ebd., S. 371.
IV.
Die marktkonformen Maßnahmen zur Korrektur dieses Misstandes sind nicht ausreichend.[29]Ebd., S. 152, 161, 334, 342. Eine nachträgliche Umverteilung funktioniere praktisch nicht, da die Steuerlast größtenteils von den Lohnabhängigen selbst getragen werde und die Vermögensbildung sozial ungerecht zu Gunsten der Unternehmer verlaufe,[30]Ebd., S. 162f. wie Nawroth auch ganz konkret für die frühe Bundesrepublik anhand von Statistiken nachweist, speziell auch im Hinblick auf die Situation der Familien.[31]Ebd., S. 365 – 371.
Die Verabsolutierung der individuellen Freiheit, von Privateigentum und Wettbewerbsordnung/Markt verhindert eine Beseitigung dieses Missstandes mit nicht-marktkonformen Mitteln. „Die neoliberale Eigentumsethik ist…nur ein privatrechtlich orientiertes System zum Schutz der Besitzenden…Von der sozialen Belastung des Eigentums ist nicht die Rede.“[32]Ebd., S. 408. Marktkonformität bedeutet nicht Sozialkonformität.[33]Ebd., S. 152 – 154.
Marktkonformität bedeutet nicht Sozialkonformität
Die Tendenz, sozialpolitische Mängel, die auf die Funktionsbedingungen des marktwirtschaftlichen Systems zurückgehen, nach Maßgabe der gleichen Bedingungen korrigieren zu wollen, kann apriori zu keinem befriedigenden Ergebnis führen“.[34]Ebd., S. 157. Die Qualität einer Wirtschaftspolitik bemisst aber „sich danach, wie viel oder wie wenig sie beiträgt, zu einer befriedigenden, gemäß ethisch-kulturellen Maßstäben positiv zu bewertenden Gestaltung des sozialen Lebens“.[35]Ebd., S. 160.
Allerdings:
„Eine Produktivität an sich kann es ebenowenig geben wie eine Nützlichkeit schlechthin.“[38]Ebd., S. 356.
Mit anderen Worten: Produktivität ist kein Selbstzweck, sondern findet ihren Sinn in der Deckung realer Bedarfe. Produktion, Verteilung und Verbrauch können daher nicht, wie von neoliberaler Seite postuliert, voneinander getrennt werden.
„Die wechselseitige Bedingtheit dieser Bereiche, die aus ihrer engen kausalen, funktionalen und teleologischen Verflechtung resultiert, macht es faktisch unmöglich, mit den Neoliberalen einem von ihnen: der Produktion, den Vorrang und den Vorzug der institutionellen Sicherung geben zu wollen, während die Kaufkraftverteilung dem sozial blinden Marktmechanismus überlassen wird…richtet sich die Kritik gerade gegen die bewußte [sic] Trennung dieser drei Bereiche und gegen die Vernachlässigung des Verteilungsproblems durch die neoliberale Theorie.“[39]Ebd., S. 340.
Die Frage der Verteilung ist nicht primär kausal, das heißt nach der Verursachung, zu beantworten, sondern teleologisch, das heißt unter Berücksichtigung der Bedürfnisse.[40]Ebd., S. 355.
„Das „Seine“, das jedem einzelnen Gesellschaftsglied zusteht, bestimmt sich auch im wirtschaftlichen Bereich inhaltlich zunächst nicht von der Ursache, sondern vom Ziel, vom Postulat der jedem einzelnen aufgetragenen geistig-sittlichen Entfaltung und Vollendung her.“[41]Ebd, S. 160, vgl. auch ebd., S. 337.
Das kann und darf sich durchaus hemmend auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Sachziel der Wirtschaft ist
„Nicht das Produktionsmaximum, sondern das im Dienst seiner personalen Entfaltung stehende Optimum“[42]Ebd, S. 160, vgl. auch ebd., S. 337.
„Daß [sic] wir heue den ständige gesteigerten Produktionssausstoß vielfach mit einem nicht geringen Verlust an menschlich-kulturellen Werten bezahlen, ist bekannt. Sozialethische Erwägungen zugunsten des schaffenden Menschen wirken daher unter Umständen, z. B. in der Frage der Sonntagsheiligung, bewußt [sic] retardierend auf den allgemeinen Produktionsimpuls.“[43]Ebd., S. 337.
Die umfassende Aufgabe sieht Nawroth in der „menschlich-gesellschaftlichen Gestaltung der Wirtschaft als solcher“.[44]Ebd., S. 161. Der Autor weist dabei speziell darauf hin, dass Deutschland – in Zeiten des Geburtenbooms – das kinderärmste Land weltweit sei und die Hälfte der Erwachsenen ledig, kinderlos verheiratet oder Eheleute mit nur einem Kind seien.[45]Ebd., S. 166f. Neoliberale blenden in ihrer Fixierung auf die Produktion die Bedeutung der Reproduktion aus und erklären diese zur Privatangelegenheit der Familien, trotz ihrer zukunftssichernden Bedeutung für Gemeinwesen wie Marktwirtschaft.[46]Ebd.
Nawroth pocht darauf: „die personale Würde und die natürlichen Rechte des schaffenden Menschen, sowie die berechtigten Belange der Allgemeinheit: das Gemeinwohl,“ erweisen sich „für die Realisierung des wirtschaftlichen Sachziels als konstitutive Elemente, als Formprinzipien.“[47]Ebd., S. 337.
„Ob eine Wirtschaftspolitik gut ist, bestimmt sich nicht nach ihrer Produktivität„ sondern primär nach ihrem Beitrag zur Realisierung des vorgegebenen Sachziels, das mit dem Produktionsmaximum nicht identisch ist.“[48]Ebd.
Von einer institutionellen Sicherung des Sachzieles innerhalb der „sozialen Marktwirtschaft“ kann jedoch nicht die Rede sein.
„Im Gegenteil A. Müller-Armack ist der Auffassung, daß [sic] ein derartiges beinhaltetes, mit dem sozialgerechten Verteilungsproblem zuinnerst verbundenes Sachziel nicht Aufgabe der Marktwirtschaft sein kann.“[49]Ebd., S. 317.
Nawroths Fazit zur „sozialen Marktwirtschaft“ neoliberaler Prägung:
„Die liberale und die „soziale Marktwirtschaft“ sind in ihrer originären wirtschaftspolitischen Zwecksetzung miteinander identisch; sie unterscheiden sich lediglich in der ordnungspolitischen Mittelwahl.“[50]Ebd.
Zugleich erklärt er später:
„Eine Marktwirtschaft, die nicht primär auf originärem Wege die allgemeine Unterhaltsfürsorge gewährleistet, ist keine soziale Marktwirtschaft und verfehlt ihr ureigenes Ziel.“[51]Ebd., S. 375.
Eine soziale Marktwirtschaft, welche diesen Namen verdient muss also – entgegen der neoliberalen Konzeption – primär direkt eine allgemeine Unterhaltsfürsorge sicherstellen und nicht erst indirekt auf dem Weg einer nachträglichen Umverteilung.
V.
Der Neoliberalismus erkennt klar „die Notwendigkeit einer strukturellen Neuordnung unseres geselllschaftlichen Lebensraumes“.[52]Ebd., S. 207. Die Sozialprinzipien, die der Neoliberalismus der „auflösenden Kraft des alten Liberalismus und den modernen Vermassungstendenzen entgegenzustellen in der Lage ist, um die erforderliche „Einbettung“ und „Verwurzelung“ der vereinzelten, „sandkornähnlichen“ Individuen realisieren zu können“[53]Ebd. erweisen sich aber dabei als unzulänglich.
Die Atomisierung und Konzentration in der modernen Gesellschaft – von Röpke so vehement und wortgewaltig kritisiert – sei eine direkte ideengeschichtliche Folge des Nominalismus. Die nominalistische Negation der Allgemeinbegriffe habe einen soziologischen Monismus zufolge, der das Individuum als letzte und einzige soziale Realität ansehe und damit die Grundlage des Individualismus bilde. Dieser lehre,
„daß [sic] die Gesellschaft nur ein metaphysisch sekundäres, abgeleitetes, gedanklich-fiktives Sein ohne Eigenwirklichkeit beanspruchen könne. Nur das Individuum besitze wirkliches Sein.“[54]Ebd., S. 207f.
Die Gesellschaft wird „nur noch als Sammelbegriff, als Summe selbstfertiger Individuen gewertet“.[55]Ebd., S. 208. Hieraus folgt die Beschränkung der Funktion des Gesellschaftsganzen „auf den Ausschluß [sic] von freiheitsgefährenden Übergriffen der Individuen untereinander, im Grunde also auf eine rein negative Aufgabe“.[56]Ebd., S. 209. Aufgegeben wird hierdurch die Vorstellung eines sozialen Pluralismus „kleinerer Gemeinschaften mit eigenen Zwecken und relativer Autonomie“.[57]Ebd.
„Nicht gegenseitige Ergänzung und gesellschaftliche Kooperation, sondern individuelle Freiheit und Autonomie sind die Grundideen individualistischen Denkens. Die Beseitigung der gesellschaftlichen Zwischenglieder zwischen Individuum und Staat ist die unausbleibliche Folge.“[58]Ebd., S. 209f.
Die nominalistischen Elemente der neoliberalen Doktrin seien „die treibende Kräfte des Zersetzungs- und Säkularisierungsprozesses aller überkommenen innergesellschaftlichen Werte, Normen und Ordnungen“.[59]Ebd., S. 268f. Neoliberale wie Eucken und Müller-Armack blieben insbesondere mit ihrer wettbewerbstheoretisch und individualrechtlich begründeten Ablehnung körperschaftlicher und berufsständischer Institutionen eine Antwort schuldig, wie die von ihnen geforderte „innere Regeneration durch neue konkrete Institutionen“ verwirklicht werden könnte.[60]Ebd., S. 238 – 240. Demgegenüber sieht Narwoth die Herausforderung gerade darin,
„die Expansionslust des modernen Staates und die unnatürlich ausgeweitete Staatsunmittelbarkeit der vereinzelten Individuen durch die Schaffung organisch-körperschaftlicher Zwischenglieder auf ein gesundes Normalmaß [sic] zu reduzieren.“[61]Ebd., S. 241.
Bezüglich Röpkes konstatiert Nawroth, dass bei aller begrifflicher Nähe zur katholischen Soziallehre dieser inhaltlich einen soziologischen Monismus vertritt, der das Individuum als das „letztlich Wirkliche“ ansieht.[62]Ebd., S. 212 – 214. Die Gesellschaft wird bei Röpke zu einer Frage des Gefühls des Individuums, soweit dass das Gesellschaftsganze „faktisch nur in der Gefühlswelt des einzelnen existiert“.[63]Ebd., S. 214f.
„Die Frage…ist…, ob individuelles Sozialbewußtsein [sic] und Gemeinschaftsbedürfnis allein genügen, um dem wurzellosen und sandkornähnlichen Individuum (b 145) seinen gesellschaftlichen Standort, seine soziale Geborgenheit zurückzugeben.“[64]Ebd., S. 215.
Nawroth verneint diese Frage mit der Begründung, dass die Atomisierung eben nicht nur gefühlsmäßig, sondern soziologisch-strukturell „mit ganz konkreten Folgeerscheinungen ist“.[65]Ebd. Nicht der Mangel an gesellschaftlichem Bewusstsein sei das Problem, sondern die
„faktische, nominalistisch bedingte Auflösung des überkommenen pluralistischen Gesellschaftsaufbaus in eine „Masse von Individuen“ (b 145), die ein gesundes Sozialbewußtsein [sic] nicht mehr aufkommen läßt [sic]. Das jeweilige Gesellschaftsbewußtsein [sic] hat stets eine dementsprechende Gesellschaftsstruktur zur Voraussetzung.“[66] Ebd., S. 215f.
Röpke stellt „der emanzipatorischen, auflösenden Tendenz des rationalistischen Liberalismus das irrationale, individuelle Gesellschaftsbewußtsein [sic]“[67]Ebd., S. 217. entgegen. Die Sozialökologie könne nicht „lediglich als subjektiven [sic] Gefühlskomplex ohne körperschaftlich-rechtliche Bewandtnis“[68]Ebd. verstanden werden. Diese Kritik gilt auch M. Hättich, der „die heutige gesellschaftliche Atomisierung kurzerhand als rein geistigen Vorgang“ interpretiert und als eine „Frage der Bewußstseinbildung“ [sic] betrachtet, worauf Nawroth mit der Frage nach der konkreten Ursache für den vielfach feststellbaren Mangel an gesellschaftlichem Bewußtsein“ antwortet.[69]Ebd., S. 241.
Die Analyse der Sichtweisen Hayeks und Böhms gipfelt in der Zusammenfassung derer und Röpkes Sichtweisen dahin gehend, dass die Gesellschaft bei diesen drei Denkern stets darin besteht „daß [sic] eine Vielheit selbstfertiger Individuen miteinander Kontakt aufnehmen zu dem Zweck, sich ein Maximum an persönlicher Freiheit und Souveränität in der Verfolgung ihrer selbstgesetzten Zwecke zu sichern.“[70]Ebd., S. 229.
Hierbei handle es sich im Grunde um „die von den englischen Individualisten übernommene politische Freiheitsideologie, die jeden Eigenzweck und Eigenbestand des sozialen Ganzen aufhebt und dadurch der Atomisierung der Gesellschaft Vorschub leistet.“[71]Ebd., S. 229f. Das Gemeinwohl als konkrete Finalursache fehlt bei den neoliberalen Denkern, weshalb sie im altliberalen Individualismus stecken blieben.[72]Ebd., S. 230.
Aus dieser gesellschaftstheoretischen Grundeinstellung folge der konkrete Inhalt der strukturpolitischen Reformbestrebungen des Neoliberalismus, für die „Das Individuum mit seinem Anspruch auf Autonomie, Freiheit und individualrechtliche Integration“ sowie der Vorrang der Marktgesetzlichkeit die obersten Normen seien.[73]Ebd., S. 231.
So sei etwa Röpkes Strukturpolitik, die Nawroth als „zum Teil rückschrittlich“ anmutend kritisiert,[74]Ebd., S. 235. im Letzten motiviert von der Sicherstellung der Marktwirtschaft, so dass für ihn „die Marktkonformität…legitime Norm und Grenze der gesellschaftlichen Strukturpolitik“ sei.[75]Ebd., S. 236f. „Die funktionsfähige Marktwirtschaft auf der Basis der individualistischen Freiheit und Selbstverantwortung“ sei „der ideologisch-normative Angelpunkt seiner [d. h. Röpkes] konservativen Gesellschaftsdoktrin“.[76]Ebd., S. 237. Seine Kritik an Röpkes Position fasst Nawroth wie folgt zusammen:
„Die Röpk’sche Strukturpolitik ist im Grunde nur ein zweckrationales Mittel zur Sicherung des funktionsfähigen Marktmechanismus und als solche vom Ökonomismus nicht freizusprechen“.[77]Ebd, vgl. auch ebd., S. 244f und 246.
Hierin wiederum treffe sich Röpke mit Müller-Armack.[78]Ebd., S. 237f. Darüber hinaus kritisiert er den logischen Widerspruch, einerseits eine möglichst umfassende Entmachtung des Staates anzustreben und zugleich für die eigenen Strukturreformen auf einen starken, interventionistischen Staat angewiesen zu sein.[79]Ebd., S. 241 – 244. Diese Kritik richtet sich ebenfalls auf die enorme Machtkonzentration beim Staat zum Zwecke neoliberaler Antimonopolpolitik.[80]Ebd., S. 362 – 364. Doch die Widersprüchlichkeit reicht noch tiefer: Nawroth erinnert an W. A. Jöhr, der „den tiefen Gegensatz zwischen der konservativen Gesellschaftsauffassung und dem Prinzip der freien Marktwirtschaft“ heraus greife, „der die Konzeption W. Röpkes“ bestimme.[81]Ebd., S. 266. Röpke beachte nicht, dass „der Hauptfaktor der Vermassung in der Ausdehnung des Arbeitsmarktes auf alle Lebensbereiche zu suchen“ sei.[82]Ebd.
„Die von Röpke geforderte Einschränkung der Marktwirtschaft, die sich faktisch in der Ermöglichung einer teilweisen Selbstversorgung des seßhaft [sic] gewordenen Arbeiters durch eigenes Pflanzland erschöpft, hält Jöhr in der Wirkung mit Recht für viel zu gering. Ferner fällt ins Gewicht, daß [sic] Röpke den Gegensatz zwischen der gegenwärtigen marktwirtschaftlichen Entwicklung und der von ihm beabsichtigten Politik der strukturellen Entmassung und Dezentralisierung nicht entsprechend berücksichtigt.“[83]Ebd.
Zudem fürchten Nawroth und Jöhr die wirtschaftlichen Folgen, würde die von Röpke geforderten weitreichenden Strukturreformen durchgeführt, abgesehen von den massiven staatlichen Eingriffen in das gesellschaftliche Leben und private Rechtsverhältnisse, welche diese zu ihrer Realisierung erforderlich machen würden.[84]Ebd., S. 266f. Hier zeigen sich der Widerspruch zwischen
„dem mehr konservativen Soziologen und dem liberalen Nationalökonomen Röpke, zwischen dem nahezu patriarchalischen Gesellschaftsbild Röpkes, das an ein um die Technik bereichertes neues Biedermeier erinnere, und dem liberalen Dogma von der absoluten Eigengesetzlichkeit und Determiniertheit der Wirtschaft, das Röpke preiszugeben nicht willens sei.“[85]Ebd., S. 267.
Zusammenfassung
Zusammenfassen lässt sich Nawroths Kritik wie folgt:
- Der Neoliberalismus beschränkt sich auf die Frage nach den Wirkursachen und klammert gemäß des technokratischen Paradigmas die Fragen nach Wesen (Formalursache) und Ziel (Finalursache) der Wirtschaft aus. An die Stelle des Gemeinwohls treten rein utilitaristische Erwägungen auf individueller Basis sowie Gefühle.
- Eine rein durch Kaufkraft gelenkte Produktion geht am tatsächlichen Bedarf vorbei und gibt kaufkraftstarken Verbrauchern einen überproportionalen Einfluss auf die Produktion.
- Die angebliche Leistungsgerechtigkeit ist aufgrund vorhandener Startungleichheit eine Illusion. Eine Problematik, die heute unter den Begriffen Chancengleichheit bzw. Chancengerechtigkeit diskutiert wird. Darüber hinaus wird die entlohnte Leistung auf den rein formalen Aspekt der Befriedigung kaufkräftiger Nachfrage reduziert.
- Eine marktkonforme Umverteilung ist unzureichend um für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen und erhöht zumindest teilweise faktisch noch die soziale Ungleichheit, da Vermögende überproportional von Sparmöglichkeiten profitieren. Die neoliberale Eigentumslehre ist daher eine Ideologie im Dienste der Besitzenden.
- Gleichzeitig sei die Wirkung der Sozialstrukturpolitik hinsichtlich ihrer Zielsetzung unzureichend, da sie – dem soziologischen Monismus ihres Nominalismus folgend – den Kern der sozialen Problematik – das Verschwinden gesellschaftlicher Zwischenglieder zwischen Individuum und Staat, die dem Einzelnen soziale Verwurzelung gewähren – unberührt lassen.
Im Kern wendet sich Nawroth gegen ein Gedankensystem, das individuelle Freiheit und (im latenten Widerspruch hierzu) anonyme Marktprozesse verabsolutiert aufkosten der menschlich-personalen Verantwortung gegenüber dem Gemeinwohl und der Existenz autonomer gesellschaftlicher Zwischenglieder. Wie gesehen führt er dies auf den im Nominalismus gründenden soziologischen Monismus (= Individualismus) der Neoliberalen zurück. Hier findet sich daher auch der Ausgangspunkt für seinen Gegenvorschlag.
References[+]
| ↑1 | Egon Edgar Nawroth, Die Sozial- und Wirtschaftsphilosophie des Neoliberalismus, in: Sammlung Politeia. Veröffentlichungen des Internationalen Instituts für Sozialwissenschaft und Politik Universität Freiburg/Schweiz, Bd. XIV, hg. v. Prof. Df. A. F. Utz, F. H. Kerle Verlag Heidelberg – Verlag E. Nauwelaerts Löwen 1961, S. 300f sowie 379. |
|---|---|
| ↑2 | Ebd., S. 303. |
| ↑3 | Ebd., S. 380. |
| ↑4 | Ebd., S. 306 – 309, spez. S. 308. |
| ↑5 | Ebd., S. 294f. |
| ↑6 | Ebd., S. 341. |
| ↑7 | Ebd., S. 311. |
| ↑8 | Ebd., S. 337. |
| ↑9 | Ebd., S. 336. |
| ↑10 | Ebd., S. 339. |
| ↑11 | Ebd. |
| ↑12 | Vgl. ebd., S. 351. |
| ↑13 | Ebd., S. 309f |
| ↑14 | Ebd., S. 310. |
| ↑15 | Ebd, S. 310f. |
| ↑16 | Ebd., S. 318. |
| ↑17 | Ebd., S. 139 sowie 328: „Der höchstmögliche Geldertrag der Marktaktiven ist nicht identisch mit der bestmöglichen Bedarfsbefriedigung der Gesamtheit.“ |
| ↑18 | Ebd., vgl. auch ebd., S. 327. |
| ↑19 | Ebd., S. 347. |
| ↑20 | Ebd. |
| ↑21 | Ebd., S. 331, vgl. auch ebd., S. 193 – 197, 347. |
| ↑22 | Ebd., S. 333. |
| ↑23 | Ebd. |
| ↑24 | Ebd. |
| ↑25 | Ebd. |
| ↑26 | Ebd., S. 334f. Nawroth weist zudem darauf hin, dass auf dem Weg der Werbeindustrie die Konsumwünsche erst durch die produzierende Wirtschaft erzeugt würde, in der Praxis also oftmals die Produktion die Nachfrage bestimme und nicht umgekehrt, ebd. |
| ↑27 | Ebd, S. 333. |
| ↑28 | Ebd., S. 371. |
| ↑29 | Ebd., S. 152, 161, 334, 342. |
| ↑30 | Ebd., S. 162f. |
| ↑31 | Ebd., S. 365 – 371. |
| ↑32 | Ebd., S. 408. |
| ↑33 | Ebd., S. 152 – 154. |
| ↑34 | Ebd., S. 157. |
| ↑35 | Ebd., S. 160. |
| ↑36 | Ebd., S. 316f. |
| ↑37 | Ebd., S. 318. |
| ↑38 | Ebd., S. 356. |
| ↑39 | Ebd., S. 340. |
| ↑40 | Ebd., S. 355. |
| ↑41 | Ebd, S. 160, vgl. auch ebd., S. 337. |
| ↑42 | Ebd, S. 160, vgl. auch ebd., S. 337. |
| ↑43 | Ebd., S. 337. |
| ↑44 | Ebd., S. 161. |
| ↑45 | Ebd., S. 166f. |
| ↑46 | Ebd. |
| ↑47 | Ebd., S. 337. |
| ↑48 | Ebd. |
| ↑49 | Ebd., S. 317. |
| ↑50 | Ebd. |
| ↑51 | Ebd., S. 375. |
| ↑52 | Ebd., S. 207. |
| ↑53 | Ebd. |
| ↑54 | Ebd., S. 207f. |
| ↑55 | Ebd., S. 208. |
| ↑56 | Ebd., S. 209. |
| ↑57 | Ebd. |
| ↑58 | Ebd., S. 209f. |
| ↑59 | Ebd., S. 268f. |
| ↑60 | Ebd., S. 238 – 240. |
| ↑61 | Ebd., S. 241. |
| ↑62 | Ebd., S. 212 – 214. |
| ↑63 | Ebd., S. 214f. |
| ↑64 | Ebd., S. 215. |
| ↑65 | Ebd. |
| ↑66 | Ebd., S. 215f. |
| ↑67 | Ebd., S. 217. |
| ↑68 | Ebd. |
| ↑69 | Ebd., S. 241. |
| ↑70 | Ebd., S. 229. |
| ↑71 | Ebd., S. 229f. |
| ↑72 | Ebd., S. 230. |
| ↑73 | Ebd., S. 231. |
| ↑74 | Ebd., S. 235. |
| ↑75 | Ebd., S. 236f. |
| ↑76 | Ebd., S. 237. |
| ↑77 | Ebd, vgl. auch ebd., S. 244f u |
| ↑78 | Ebd., S. 237f. |
| ↑79 | Ebd., S. 241 – 244. |
| ↑80 | Ebd., S. 362 – 364. |
| ↑81 | Ebd., S. 266. |
| ↑82 | Ebd. |
| ↑83 | Ebd. |
| ↑84 | Ebd., S. 266f. |
| ↑85 | Ebd., S. 267. |