Dieser kurze Blogeintrag ist eine Ergänzung zum jüngsten Artikel auf Corrigenda zum Thema Gabve.
Besagter Artikel leitet das Primat der Gabe gegenüber Rechten und Pflichten, positiver und negativer Freiheit sowie Verträgen philosophisch her. Aber natürlich gibt es hier auch eine theologische Vertiefung aus christlicher Perspektive.
Das Christentum kennt das Primat der Gabe.
Die Gaben Gottes
Dies ist schon in Gott selbst so:
Der Vater gibt sich ganz dem Sohn, der Sohn ganz dem Vater und beide geben sich ganz dem Heiligen Geist.
Dieses Geben öffnet sich sodann auch nach außen hin.
Gott schenkt nicht nur das individuelle Leben, sondern macht uns vor allem anderen auch die Schöpfung als Ganzes zum Geschenk.

Weitere Gaben Gottes sind
- Heiligkeit und Gerechtigkeit des Menschen vor dem Sündenfall
- der Bund mit Noah
- der Bund mit Abraham, Isaak und Jakob
- der Sinaibund und die Torah
- sein eigener Sohn in Inkarnation und Passion
- den Heiligen Geist und die Kirche mit allen in ihr enthaltenen weiteren Gaben, zu allererst den Sakramenten
Die Antwort auf die Gaben Gottes zeigt sich beispielhaft in Maria:
1. Sie annehmen im fiat
2. Für sie danken im Magnificat
3. Sie weiterschenken mit der mater dolorosa